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Einleitung
Eigentlich wollte ich dieses Review schon vor über
einem Jahr schreiben. Als damaliger stolzer Besitzer einer Matrox m3d und
der Kenntnis des zu erwartenden PowerVR2 Grafikprozessors brannte ich, wie
wahrscheinlich viele unter uns, darauf endlich eine Karte mit diesem
Grafikprozessor in den Händen zu halten. Die angekündigten
Eigenschaften dieser Karte machten sie zu einem Zeitpunkt, als die RivaTNT
gerade auf den Markt kam, zu einem echten Killer.
Egal, im Dezember des letzten Jahres schrieb ich
mein erstes Review zur Neon, damals voll orientiert auf die Neon AGP.
Seitdem ist etwa wieder ein halbes Jahr vergangen. Auf dem
Grafikkartensektor hat sich einiges getan. Die Geforce Karten sind als
erste Karte der neuen Generation fest im Markt etabliert. Voodoo3 und
RivaTNT 2 sind immer noch Standard. Daneben gibt es auf jeden Fall noch
Matrox, ATI und S3 mit ihren Karten. Alle diese Karten erfüllen ihren
Zweck, mit dem Rechner normal zu arbeiten und zu spielen. Alle Anbieter
haben ihre Probleme mit den Treibern, denn trotz D3D und OpenGL, nicht
jedes Spiele läuft automatisch auch mit jeder Karte. Sollte man aber
für die Aufrüstung seines Systems eine Karte suchen, so steht
man immer vor dem gleichen Problem: "Welche Karte ist die Richtige?"
Ist das Ziel ein Rechner mit dem man spielen kann, vor allem auch alles
was so neu auf den Markt kommt, also Spiele wie Q3A oder auf dieser Engine
zu erwartende Spiele bzw. Spiele auf der Unreal Engine und schaut man
einmal in die Listen der schnellsten Karten auf diesem Sektor, so sieht
man eigentlich nur noch drei Namen: Voodoo3, RivaTNT2 und Geforce! Schaut
man dann zu den Preisen, kommt die Erkenntnis sehr schnell, das da unter
350 DM eigentlich nicht viel zu machen ist. Man muss sich entscheiden, ob
man bereit ist, für einen eigentlich schon veralteten Rechner
(Pentium II kompatibel) eine Grafikkarte für über 500 DM
(Geforce) zu kaufen. Wenn ihr das wollt könnt ihr natürlich auf
die Geforce 2 oder die Voodoo5 bzw. die Kyro-Karten warten. Aber hier wird
sicher bald die 1000 DM Marke erreicht werden. Eigentlich ist es auch
etwas verfehlt, in einem Celeron System der mittleren Leistungsklasse
diese neuesten Grafikkarten zu verwenden. Es bleibt ein Fakt, dass für
eine wirklich gute Grafik natürlich auch ein guter (schneller)
Prozessor erforderlich ist. Als Alternative möchte ich hier die Neon 250 vorstellen. Eine
Grafikkarte mit dem PowerVR 250 Grafikchip, der sich vor allem durch
seinen geringen Bandbreitenverbrauch und seine recht gute Grafkleistung im
Bereich der kleinen Auflösungen (bis 1024 x 768 Pixel) auszeichnet.
Die Neon 250 existiert sowohl in einer AGP als auch einer PCI Variante, so
dass sie als Upgrade Karte für beide Systeme geeignet ist. Ein
wesentlicher Vorteil ist natürlich auch der Preis von unter 250 DM.
Die Ergebnisse der Karten in den Systemen können sich sehen lassen.
Ich hätte zum Beispiel nie erwartet, dass man Quake3Arena auf einem
Pentium System spielen kann.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die dieses
Review überhaupt erst möglich gemacht haben. Mein Dank geht an
die Firma Imagination Technologies, die mir freundlicher Weise die Neon
PCI zur Verfügung stellte. Hier danke ich besonders David Herold (PR
Manager) und Matt Crawford. Ich denke, dass vor allem der neue miniGL
Treiber mit Unterstützung für Daikatana und SOF dem Engagement
dieser beiden Herren zu verdanken ist. Mein besonderer Dank geht an Rory
Crisler-Smith, der mir mit einigen Benchmarkwerten der Neon auf einem
schnelleren System geholfen hat. Ohne seinen Pentium III 500 hätte
ich nach oben keine Vergleichswerte gehabt. Dank natürlich auch an
ParaKnowYa, der versuchte zu helfen, was zwar nicht geklappt hat, der aber
wegen des Ärgers mit seinem System auf jeden Fall den Dank verdient.

Eigenschaften
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Produkt: |
VideoLogic
Neon 250 32MB |
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Software: |
Dokumentation, Treiber, Spiele-Demos und 3Deep,
Colorific zur Monitorkalibrierung |
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Preis: |
249 DM (04.05.2000)
( Alternate) |
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Grafikchip |
PowerVR250 |
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RAMDAC |
250 Mhz |
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Speicher |
32 MByte SD-RAM |
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Bus |
AGP bzw. PCI beides erhältlich |
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Treiber |
Windows 95/98; WindowsNT 4.0; beta Windows 2000
(ohne 3D Unterstützung) |
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Video und 3D Treiber |
Direct Draw; Direct3D; PowerSGL; GLQuake für
Windows 95/98 |
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Garantie |
5 Jahre |
Ohne hier alle einzelnen Features aufzählen zu
wollen, kann man sagen, dass die Neon250 zwar nicht das ganze Spektrum der
modernen Grafikkarteneigenschaften unterstützt, aber zur guten
Mittleklasse gezählt werden kann. Besonders herforheben möchte
ich , dass die Neon als erste Grafikkarte FSAA unterstützte, was doch
bei vielen Spielen zu einer wesentlichen Verbesserung der Grafikqualität
führt. Bei den Treibern fällt sofort auf, dass leider kein ICD
openGL Treiber vorliegt. Einen vollwärtigen OpenGL Treiber wird es
nach Aussage von David Herold für die Neon auch nicht geben, eine
Anpassung des miniGL Treibers natürlich schon. Der fehlende
vollwertige OpenGL Treiber macht mir persönlich auch sehr zu
schaffen, denn an OpenGL Programmierung ist so nicht zu denken (Spielen
ist zwar unser Hobby, aber es gibt noch andere Dinge!). Einen OpenGL ICD
Treiber wird es von ImgTec erst für die nächste Kartengeneration
mit dem Kyro Chip geben; eine Abwärtskompatibilität existiert
hier leider nicht!
Die AGP und die PCI Versionen unterscheiden sich im
Kartenlayout doch erheblich. Die PCI Version scheint eine
Weiterentwicklung zu sein, da hier von der Anlage her auch weitere Ein-
bzw. Ausgänge vorgesehen sind. Beide Karten verfügen (entgegen
der Beschriftung der Box) über 32 MByte SDRAM.

Installation
Die Installation der Neon250 verläuft
unspektakulär. Es ist dringend zu empfehlen, erst die Treiber CD in
das CD Laufwerk zu legen, und dann dem Bildschirmdialog zu folgen. Man
wird zum Einsätzen der Grafikkarte aufgefordert. Nach dem Einsetzen
der Karte (PCI bzw. AGP) und Einlegen der Treiber CD wird die Installation
der Treiber im Prinzip automatisch vorgenommen. Der Rechner wird dabei neu
gestartet. Anschließend muss noch die Installation des QuakeGL
Treibers vorgenommen werden. Hierbei kann aus einer Liste ausgewählt
werden, für welche Spiele der Treiber installiert werden soll. Leider
werden die Spiele nur dann selbst gefunden, wenn sie in den
Standardverzeichnissen liegen. Im anderen Fall muss man das Verzeichnis
selbst angeben. Es werden auch nur die Spiele in der Liste angezeigt, die
Anfang November auf dem Markt waren Da hier aber nur die opengl32.dll in
das jeweilige Verzeichnis kopiert wird, frage ich mich, warum die
Verzeichnisse nicht automatisch gesucht werden. Da der Treiber etwa einen
Umfang von 6.5 MByte hat, kann man eigentlich erwarten, dass die
Standardspiele auch selbst gefunden werden. Positiv anzumerken ist
weiterhin, dass die Neontreiber auch deinstalliert werden können, was
ich vor einem Treiberupdate unbedingt empfehlen würde. Der auf der
Treiber CD befindliche Treiber mit der Treiberversion 3.02.01.0002 vom
3.11.99 ist der aktuell neueste Treiber und läuft auch recht stabil.
Seit dem 05.05.2000 gibt es aber einen neuen miniGL Treiber, der auf der
Treiberseite von Videologic oder aus meinem File Bereich geladen werden
kann. Dieser unterstützt jetzt auch SOF und Daikatana, so dass alle
aktuellen Spiele, die auf der Quake Engine basieren mit dem miniGL Treiber
laufen.
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